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Laib & Seele auf dem Beueler Herbstfest 2012
 
Laib & Seele auf dem Beueler Herbstfest 2012

 

 

Ausbildung bei Momo

und was dabei so rauskommt...

Ausbildungsnachweis Nr.4

Alexandra W.

Thema: Mit Laib und Seele

 
>> Montags morgens um 1 Uhr ging die Fahrt zur Bäckerei Laib und Seele in Bonn Ippendorf los. Ich hatte nicht geschlafen, irgendwie hielt ich dies für eine gute Idee. Simone (die andere Azubine) hatte geschlafen, hat aber auch keinen großen Unterschied gemacht.
 
Da waren wir also, zwei kleine Azubinen um 1 Uhr morgens in einer Bäckerei. Ich für meinen Teil konnte auf jeden Fall behaupten noch nie erfolgreich ein Brot gebacken zu haben und wäre im ersten Moment froh gewesen wenn man uns einfach nur ein bisschen alles erklärt hätte und ich dann ins Bett gekonnt hätte.
Doch es kam alles anders: Michael, der Chef dort war wirklich extrem gut gelaunt für eine so unmenschliche Uhrzeit und kleidete uns sofort mit zwei Kappen ein. Eine Schürze fand sich leider nicht, weswegen ich am Ende auch eher weiß als schwarz war, aber was man nicht alles mitmacht.
Auch in der Backstube war Clemens, einer der anderen Bäcker. Nach einer kurzen Einführung wo was zu finden sei und was wofür gebraucht wird wurden wir dann auch sofort eingespannt. Wir dürften Teig kneten, Michael immer zwei und wir jeweils einen, Clemens hat die Stücke abgewogen. Vorher wurden die Bestellungen in eine Tabelle eingetragen und ausgerechnet wie viel Teig gebraucht wird. Einige Teige wurden bereits am Vortag angesetzt andere bereits früher in der Nacht.
Ich hatte mir das irgendwie einfacherer vorgestellt aber mein Teig wurde leider nie so glatt wie der von Michael. So musste er die Teigstücke immer wieder nachkneten, ob ich also eine große Hilfe war ist mir unbekannt geblieben. Die Brote von Laib und Seele werden frei geschoben gebacken, soll heißen, der Teig wird in eine Form gegeben in dem er noch einige Zeit gehen muss. Danach wird er auf ein Blech gekippt und wird dann direkt auf einem Schamottestein gebacken. Je nachdem um welches Brot es sich handelt werden diese noch eingeritzt oder vor dem Gehen in der Form in Körner getaucht. Direkt neben dem Backofen befindet sich noch eine Kammer, in die das Brot zum Gehen geschoben wird, dort herrscht eine Luftfeuchtigkeit von 80%. Um Brötchen herzustellen gab es sogar eine Presse, in die man nur noch einen großen Klumpen Teig einlegen musste, wirklich faszinierend wenn man sowas noch nie gesehen hat.
 
Doch was mir dieser Besuch für meine Tätigkeiten hinter der Brottheke nun gebracht? Ich mache es nach dem ich-packe-meinen-Koffer-Prinzip und nehme mit: Die Liebe mit der dort in dieser süßen kleinen Backstube gebacken wird, denn hier wird wirklich alles selber gemacht, also sehr handwerklich, kein großer Betrieb wo jeder nur einen Schritt kennt und machen muss. Die Tatsache, dass auch Laib und Seele auf Schamottesteinen backt und wie man das Brot rein und wieder rausbekommt. Was man mit Teigresten macht. Warum auf dem „Wurzel Olive“ immer so viele schöne Oliven zu sehen sind. Wie jedes einzelne Brot geformt und verarbeitet wurde.
 
Und zuletzt: Dass ich definitiv nicht für den Beruf des Bäckers geeignet bin, falsche Uhrzeit und viel zu starke Hitzeentwicklung. Insgesamt war es eine wirklich schöne Nacht in der kleinsten Biobäckerei Bonns.<<

 

 

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letzte Änderung:
Sa., 09.06.2018