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Mauseloch

MERCOSUR

Vorsicht: Clown gefrühstückt.
Grönland ist zwar noch nicht eisfrei aber erstmal vom Eis. Eisbären können doch weinen. Mercosur rettet die Welt nicht.

Was bedeutet das aktuelle Abkommen zwischen Südamerika und Europa für den Bio-Handel? Habe recherchiert: Nix Neues, soviel kann ich gleich verraten.

Ich sehe verstärkte Abholzung, mehr Vertreibung noch mehr indigener Völker, mehr Ressourcen die verschwendet werden, mehr Schiffstransporte. Und nicht zuletzt mehr Pestizide, welche zwar hier im „sauberen“ Europa längst verboten sind, doch nicht minder für den dortigen Markt hier in Europa, unter hohen Sicherheitsauflagen und mit hohen sozialen Standards, hergestellt, um exportiert zu werden, um so über den kleinen Umweg weniger Tausender Kilometer dann doch auf unseren Tellern zu landen.

Es geht aber nicht nur um Pestizidaustausch; wie bei allen derartigen Handels-Abkommen geht’s um Waren- und Dienstleistungsaustausch. Um Zusammenarbeit, nachhaltige Entwicklung, Umwelt- und Klimaschutz und Menschenrechte. Steht auf dem Papier. Nach schlappen 35 Jahren Planung. Hört sich doch gut an.
Denn theoretisch kann solch ein Abkommen ebendiese Standards verbessern. Theoretisch. Es nicht zu probieren hieße allerdings, den Markt den niedrigsten Standards kampflos zu überlassen.
Praktisch wird das weitere Geschehen dem Markt und damit den finanziellen Interessen der exportorientierten global-Player überlassen, die mit Sicherheit kein soziales noch ökologisches Interesse vertreten.

Gegen die Agrar-Importe gehen die Landwirte Europas mal wieder auf die Barrikaden, doch nicht etwa wegen Transport und Umwelt etc. pp. s.o., Befürchtungen um wirtschaftliche Verluste sind federführend.

Mit den 9 Millionen Hektar ökologisch bewirtschaftete Flächen in den 4 Mercosur-Staaten, Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay hat das explizit nichts zu tun, denn Bio-Importe müssen auch weiterhin den EU-Regeln entsprechen. Da wird sich so schnell nix dran ändern, solange verbindliche ökologische und soziale Standards nicht verwässert werden.
In Uruguay wird übrigens 25% der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet, Brasilien gerade mal unter 0.5%. Deutschland übrigens 11-Komma-Prozent.

Alles wird gut?
Ab in die Gummizelle! Trump gleich mitnehmen. Das Irrationale mal so richtig ausleben 😉

rheinisch-ökologisch:
momo-raoul

Die Rezepte der Woche:

  • Kürbisauflauf
  • Eingelegter Blumenkohl
  • Möhrengemüse mit Kartoffelkruste
  • Blumenkohl-Curry-Suppe
  • Bananen heiß serviert

gutes Gelingen: die Momos

Letzte Aktualisierung: 23. Januar 2026