Der Produzent für alternative Veggie-Getränke ist von Müller-Milch aufgekauft worden.
Bio-Betriebe sind zunehmend interessant für Rendite-orientierte Unternehmen.
Damit können wir nicht leben. Was ist das Problem daran?
Weltweit gibt es Millionen Marken; dahinter stecken aber gerade mal ein-zwei Handvoll Konzerne, tatsächlich also sind es wenige die die Fäden ziehen, eine vorgetäuschte Vielfalt.
In Deutschland sind es vier Konzerne, die fast 3/4 des gesamten Lebensmittelmarktes beherrschen. Darunter die Schwarz-Gruppe und Aldi, in deren Regalen und Eigenmarken sich meist Müller findet, Firmenname T.M.A.
Nestlé allein hat über Zweitausend (!) Marken. Hinter all den vielen schönen bunten Versprechen, die der Supermarkt bietet, verstecken sich meist identische Produkte; allein unterscheidend im Image und damit der Klientel.
Diese Einfalt spiegelt sich dann auch in der Natur wider. Abgesehen von den weiteren Nachteilen für die Gesellschaft:
– weniger Wettbewerb bedeutet höhere Preise
– Handelsketten diktieren den Landwirten und Produzent:innen die Preise, in der Folge Rationalisierung und Monokulturen
– es ist nicht die Politik, die über Lebensmittelstandards, Kennzeichnungspflichten, Werbeverbote, Handelsabkommen bestimmt, es sind multinationale Konzerne. Die Politik hat da bislang nur Lobbyismus-zensiertes Wischi-Waschi hervorgebracht.
– Monokultur im Handel wie auf dem Feld, das birgt hohe Risiken bei Kontaminationen und Seuchen, weil dann gleich enorme Mengen betroffen sind,
– schließlich hemmt eine solche Markt-Macht die Entwicklung alternativer Ideen, weil potentielle Konkurrenz einfach aufgekauft und Innovationen unterdrückt werden.
Zitiert aus „Strukturwandel in der deutschen Lebensmittelverarbeitung“ der Humboldt-Professur Uni Freiburg:
Seit 2002 ist die Zahl der Unternehmen in der Lebensmittelverarbeitung um 44 Prozent gesunken, in handwerklich geprägten Branchen wie Bäckereien, Mühlen und Fleischerei um bis zu 60 Prozent. Während große Industrieunternehmen Marktanteile, Macht und Kapital auf sich konzentrieren, verschwinden kleine und mittlere Unternehmen und Handwerksbetriebe dauerhaft aus dem Sektor. Mit ihnen gehen regionale Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Ausbildungsplätze und handwerkliche Kompetenz verloren, was weitreichende Folgen für Versorgungssicherheit und Resilienz, insbesondere im ländlichen Raum, mit sich trägt.
Zitat Kathrin Jäckel, Geschäftsführerin des BN (Bundesverband Naturkost):
Die Politik behandelt Lebensmittelmärkte noch immer wie gewöhnliche Märkte und überlässt sie entsprechend den Kräften des Marktes. Die Krisen der vergangenen Jahre haben jedoch deutlich gemacht: Sie sind Teil unserer kritischen Infrastruktur und damit zentral für die Versorgungssicherheit. Ein Ernährungssystem, das vom Anbau über die Verarbeitung bis zum Handel vor allem strukturelle Größe belohnt und von wenigen Akteuren dominiert wird, ist nicht resilient. Wer Versorgungssicherheit ernst nimmt, muss Vielfalt im Markt sichern. Das gelingt nur durch den gezielten Wiederaufbau und die konsequente Förderung regionaler Wertschöpfungsketten.
momo-raoul Juni 2026
Auf über 600 qm führen wir fast 6000 Artikel; das beste Obst- und Gemüseangebot im weiten Umkreis, die vielleicht längste Bio-Käse-Theke der Nation, Brot aller lokaler Biobäcker:innen, eine breite Palette Milchprodukte und sehr vieles mehr. Ein breites Vollsortiment unserer regionalen Partner wie auch bekannter Naturkost-Pioniere sowie reichlich Bedarf rund um Haut & Haar und Haus & Garten.
Momos Lieferdienst bringt’s nach Hause, bevorzugt mit dem Transportrad.
Momos Onlineshop verschafft den Durchblick. Hier wird bestellt.
Momos Bistro ist ein eigenständiges Unternehmen, erwirbt sämtliche Zutaten bei Momo, verarbeitet sämtliche Zutaten frisch.
Siehe Momos Partner.
DER Bioladen der ersten Stunde in Bonn-Beuel –
Erste Stunde bedeutet, Momo ist ein Pionier der Branche, natürlich und langsam gewachsen.
Alte Schule bedeutet höchsten Sortimentsanspruch als auch zielbewusstes Handeln.
Mehr als Bio: Seit 1983 stellt Momo Ansprüche an sich selbst und an ihr Sortiment.
Es genügt nicht, wenn allein auf Pestizide und Kunstdünger im Anbau verzichtet wird. Es geht um weit mehr als das. So sind die Schwerpunkte sowohl Auswahl, Frische, Gesundheit und Qualität als auch Regionalität, Ökologie, Umweltschutz, Transport- und Verpackungsvermeidung, Energie, Arbeit, partnerschaftlicher Umgang auf allen Handelsstufen, …denn „Bio“ hört nicht beim Anbau auf sondern fängt da erst an.
Bei Momo werden Entscheidungen im Zweifel im Sinne dieses Anspruchs und gegen kurzfristige Wirtschaftlichkeit getroffen.
Hier auf der momosite können wir einiges davon vermitteln, aber bei weitem nicht alles. An einem analogen Besuch kommt niemand vorbei, denn Momo muss mensch auch riechen, schmecken, hören und fühlen; erleben.
Deine Momos
Momo es en Biolade d’r eeschte Stund un d’r aale Schull.
Eeschte Stund meijnt, dröcklich un langksam jewahße ze sin, „biologisch-dynamisch“ brengk et op d’r Tippel. Aale Schull meijnt eso och hüchsten Aansproch aan de Ware wie och zielbewosstet Schaffe.
Shweerpunkte uns Arbeid wohr esu och uns Palett, de Fresch- un Kreelheet, Gesünde un Qualität als och Rejohn, Ömweltverdräglichkeet, gode Transportmeddel un spacke Tüt un Büggel zemol en Pandfläsch es besser wie Möll zo maache esuwie ander Enfalle met de m’r uns verkasematuckele un de m’r zick d’r Aanfang op dem Paneer han.
En d’r Praxis meijnt dat:
Uns Lade es 600 qm jroß, met en Bistro dodrenne.
M’r föhre beinoh aachdausend Produkte de d’r Namen „ökologisch“ zomindes esu wigg och verdeenen.
Vür allem fresch levvensmeddel: över 200 Zoot Kis, Brud vun 6 rejohnale Backhuuse, e breide Palett Milchproduk, dat beste Obs- & Gemös em wigge Gägend. A breid Palett vun uns Bönnsche Tünnese, ech gode Partnerschaff wie och vun renommeete Pioniere. Un sämpliche War rund öm Huck & Hoor un Huus & Jaade.
He op d’r momosigg künn m’r zemlich dovun vermeddele, ävver net all. Aan enem Besök kutt nimmes erüvver, un dat es keine Dressverzäll, dann Momo moot kääl un wiev och ruche, schmecke, hüre un föhle, esu vür allem: ech erlevve.
Dämnoh Aasch huh noch Beuel. Momo es nit em Löffelseng ävver op de schäl sick.
Sperrwick morjens af aach
ochedaach öm aach Ovends, sambsdaach öm 6 Ovends
0228 462 765
momo-raoul