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Momo 2016

33 Jahre Momo und kein bisschen Langeweile

                                              
Ein Markenzeichen von Momo ist, dass wir unzählige Hersteller, Händler, Landwirte, Imker, Mostereien, Winzer, Bäcker- regional, national, international– persönlich, teilweise seit Jahrzehnten kennen.
 
Bio-Anbau an und für sich ist schon ein wesentlicher Antrieb: natürlich, nachhaltig, gesund, ressourcenschonend, gentechnikfrei, und so weiter. Weitere Aspekte wie zum Beispiel Fairness oder Regionalität oder Abfallvermeidung und vieles andere sind uns sowie manchem unserer Geschäftspartner ebenfalls ein wesentliches Anliegen. Diese Punkte werden jedoch, was die Bio-Zertifizierung angeht, höchstens am Rande betrachtet.
 

Fairer Umgang zwischen den Handelsstufen

Im Machtkampf der „Großen“ im Lebensmitteleinzelhandel ordnet sich alles Tun dem Preis unter. Die Folgen sind eigentlich bekannt und finden allseits wenig Befürwortung, was sich aber nicht etwa in einem Boykott ausdrückt, denn faire Handelspartnerschaften kosten mehr Geld, also sind letzten Endes die Produkte teurer.
Fair in diesem Sinne ist zum Beispiel unser Lieferant Weiling, der mit seinen Obst- & Gemüsebauern eine Mindestmenge zu einem gemeinsam vereinbarten Mindestpreis garantiert. Da wird also nicht auf irgendeiner Börse um das billigste Produkt gefeilscht, es ist eine zuverlässige langfristige Partnerschaft. Hinzu kommen kurzfristige Zahlungsziele. Darauf lässt sich aufbauen, das schafft Sicherheit, nicht zuletzt drückt es sich auch in der Qualität der Produkte aus, denn es schafft Raum für das Wesentliche, den Anbau.
 
Neben den regionalen Partnern hat Weiling, für die Versorgung außerhalb der hiesigen Saison, ein europaweites Netz von bioladen* Erzeugern für den Obst- und Gemüsebereich aufgebaut. Mit dem Ziel, nicht nur rückstandsfreie Produkte, sondern eine rückstandsfreie Produktion unter Beachtung sozialer Werte zu schaffen.
 
bioladen* - www.weiling.deHandelsmarken haben üblicherweise keine andere Funktion als identische Produkte mit einem anderen Image zu versehen um sie teurer zu vermarkten. Unter der Marke bioladen* findet sich eine Vielzahl an Produkten, die allesamt weitreichenderen Kriterien folgen.
So sind die Tomaten aus der bioladen*- Passata stets von den gleichen Landwirten, der Hartweizen der bioladen*-Pasta immer der gleiche, der Honig immer vom gleichen Imker.
 
Die Marke bioladen*-Fair geht noch einen Schritt weiter. Die Bauern und Plantagenangestellten erhalten- ohne Abzüge für einen Verwaltungsapparat- einen festgeschriebenen, relevanten Erlösanteil und es werden Entwicklungsprojekte, vor allem Bildung, vor Ort unterstützt. Im Gegenzug erhalten wir Cashewnüsse aus Burkina Faso und Ingwer aus Peru und Bananen aus der Dominikanischen Republik.
 
Viele Pioniere der Branche blicken über den Tellerrand hinaus und denken weiter als bis zum Ende der Legislaturperiode. Wir bemühen uns diese Hersteller bei Momo besonders zu präsentieren, zum Beispiel im Regal in Augenhöhe. Diese umsatzstärkste Zone wird gewöhnlich für die ertragsreichsten Artikel benutzt, wir nutzen sie für die Inhaltsschwangersten.
 

Die Regionalität bzw. Transportvermeidung

Dass die Branche weiter wächst, in Prozentwerten bei denen sich so manche Lebensmittelhandelskettenmanager die Augen reiben dürften, ist ein gutes Zeichen. Oder? Ja, aber...
…aber, denn es wachsen nicht regionale Anbauflächen sondern der Import von Bio-Produkten; damit bleibt ein gutes Stück der positiven Auswirkungen des Bio-Anbaus auf die Umwelt, durch erhöhte Transportaufkommen auf der Strecke.
Eine Folge des Einkaufsverhaltens vor allem der „Großen“, der Bio-Filialisten und Lebensmittelketten. Weite Transportwege haben deutlich weniger Einfluss auf den Endpreis wie z.B. höhere regionale Gehälter. Wenige weit entfernte zentrale Warenlager sind günstiger als dezentrale regionale Strukturen. Der Einkauf en gros international ist billiger als das Klein-Klein in der Region. Ware aus dem Ausland ist meist preiswerter und der Kampf um Bio-Marktanteile findet in gleichem Maß statt, wie wir es von den Konventionellen kennen. Es ist lachhaft aber eigentlich traurig, wie sich einstige Freigeiste, die antraten um unsere Welt ein kleines Stückchen besser zu machen, nun wie die Kinder im Sandkasten sich gegenseitig die Schüppe um die Ohren hauen.
 
Ich schweife ab. Das war der Absatz aber durchaus wert. J
Wir bemühen uns stets um Regionalität, wobei „Region“ nirgends definiert ist.
Übrigens, anders als unsere national tätigen Mitbewerber- auch unsere Bäcker verwenden Getreide aus unserer Region und von immer denselben Landwirten.
Produkte, die im näheren Umfeld nicht verfügbar sind kommen dann von etwas weiter weg- das macht den Kohl nicht fett. Ob der Landwirt nun für ein paar Kisten zu uns kommt oder der Großhändler für ein paar Hundert, es relativiert sich was den „ökologischen Rucksack“ angeht. Ausschlaggebend ist, dass die Produkte die regionale verfügbar sind, nicht von weither angekarrt werden bloß wegen ein paar Cent günstiger.
 
Da fällt mir ein - Statistiken. Die Umweltbilanz des Apfels. Welcher Lobbyist hat da wieder seine Finger im Spiel gehabt? Ja, Äpfel werden gelagert. Lagern kostet Energie. Wenn die dann zig Monate lagern kostet es so viel Energie wie der Transport aus weit entfernten Regionen. Richtig, das ist bei vielen hängengeblieben, regional, international, scheißegal; aber doch nicht die übrigen 11 Monate!
 

Die Verpackung bzw. Abfallvermeidung

Oft wird kritisiert dass es bei Momo so viel Plastik gibt. Denn es trat ins Bewusstsein, dass der Müll den wir produzieren ja nicht „weg“ ist sondern nur wo anders, ob als Plastikmüllinsel im Ozean oder als Nanopartikel in uns selbst. Wer sich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzt wird sich über dessen Komplexität wundern.
Die Bio-Branche ist keineswegs untätig, doch es braucht Zeit und Eigeninitiative.
Zeit, weil es keine Bioverpackungsmaterialindustrie gibt und so müssen Alternativen erst entwickelt werden.
Eigeninitiative, weil der umweltbewusste Einkauf mit Aufwand und Planung auch auf Seiten des Verbrauchers verbunden ist. Wir freuen uns über jede Tupperdose an der Käsetheke, über jeden Baumwollsack für Brot und Obst & Gemüse. Das ist aktiver Umweltschutz. Alles andere ist Polemik.
 
Im Prinzip lässt sich sagen, je öfter ein Produkt, fast egal aus welchem Material, verwendet werden kann, desto ökologischer ist es. Die Pfandflasche ist besser als die Tüte, die Baumwolltasche besser als die Plastiktüte, die Plastiktüte besser als die Papiertüte.
Irgendjemand hat da mal eine Statistik manipuliert, die in der negativen ökologischen Bilanz der Pfandflasche im Vergleich zur Wegwerfpackung resultierte. Humbug. Pfand ist besser, nicht egal wie weit die Flaschen schließlich transportiert werden, aber wer will schon Milch aus China...
 
Puh, so weit aus dem Nähkästchen. Hinter den Kulissen bewegt sich viel und es wird, auch nach 33 Jahren, kein Stück langweilig. Da gäbe es noch reichlich zu übermitteln, das machen wir dann persönlich oder Ihr amüsiert Euch auf bioladen.com
 
Danke für Euer Vertrauen: Die Momos
November 2015
momo-raoul




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